#vernissage

06.11.2026 - 18:30

Mit Licht schlafen

Vernissage

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Vernissage mit Nini Quinz und Robin L. Grechenig im :schauraum und Lena Kolter im :klangkorridor

Mit Licht schlafen Fotos © Matteo Obernosterer

Nini Quinz | Robin L. Grechenig

Nini Quinz hat Architektur in Graz studiert und arbeitet heute als Kunst- und Werklehrerin an einer Mittelschule. Das Räumliche spielt in Ninis künstlerischer Arbeit stets eine zentrale Rolle – so auch in dem vorliegenden Werk, das im Rahmen der Kunstnest-Residenz im Sommer 2026 entstanden ist.

Robin L. Grechenig Hat mehrjährige Erfahrung im Theaterbereich auf und hinter der Bühne und arbeitet hauptsächlich als Kostümbildnerin*.

Was gesehen wird: Zu sehen: „Ein Haus, das dir Lächeln verspricht, dass es dich beschützt, während es über dir zusammenbricht." (Gelernt – Käptn Peng)

Über Partnerschafts- und häusliche Gewalt, deren Zeichen, Mechanismen und Eigenschaften.

Wenn du glaubst, das ist normal, und du niemanden hast, der dieses Normal in Frage stellt, der Sachen benennt, die dir eingeredet werden, steckst du fest in der Annahme, es sei deine eigene Schuld; du seist das Problem, du hättest das verdient. Auch die Stärksten verfangen sich in einem neuen „Normal", verstärkt durch Isolation, beraubt der Möglichkeit, seine eigene Situation von außen sehen zu können und darauf zu reagieren. Es bleibt aber nie nur bei den Erwachsenen; Kinder, die Gewalt in der Familie miterleben, ohne sie selbst körperlich zu erfahren, zeigen Studien zufolge ähnliche Traumatisierungsmuster, wie direkt betroffene Kinder. Wir wissen: Gewalt, körperliche Gewalt, ist direkt traumatisierend.

Zuhören, immer wieder, Zuspruch geben und Scheiße benennen, wenn Scheiße passiert, auch nach dem 13. Mal immer noch da sein; das sind Dinge, die Stärke und Halt bieten - die Leben retten. Someone can fix you a plate, but no one can force you to eat.

Wir zeigen verschiedene Stadien der Gewaltspirale und Szenen häuslicher Gewalt und Partnerschaftsgewalt. Wir wollen etwas Licht auf das werfen, was so schwer zu erkennen und wahrzunehmen ist. Daran erinnern, was schon zählt. Mahnend, wie weit es gehen kann.

Lena Kolter

Lena Kolter je transdisciplinaren*a umetn*ica, glasben*ica,pisatelj*ica, performer*ka in soustanovitelj*ica Noreia String Quarteta in živi ter dela na Koroškem in Dunaju. Kolter pri svojem umetniškem delu združuje umetnost in družbeno kritiko, glasbo in aktivizem ter obravnava pomembna družbeno-politična vprašanja in jih tako vključuje v svoje umetniško delo. Središče Kolterjevega dela se tvori iz povezovanja in interakcije različnih umetniških področij. Lena Kolter je študiral*a violino, instrumentalno pedagogiko s poudarkom na jazz-violini v Celovcu in komorno glasbo na Dunaju. Leta 2022 je Lena Kolter prejel*a pospeševalno nagrado dežele Koroške za glasbo, leta 2025 je izšel Kolterjev prvenec „verschlaufte zeit ali s časom se celo čas obrne".

Lena Kolter ist transdisziplinäre*r Künstler*in, Musiker*in, Performer*in, Mitbegründer*in des Noreia String Quartets und lebt und arbeitet in Kärnten/Koroška und Wien/Dunaj. In der künstlerischen Arbeit verbindet Kolter Kunst und Gesellschaftskritik, Musik und Aktivismus und möchte so wichtige gesellschaftspolitische Themen aufgreifen und diese in das künstlerische Schaffen einfließen lassen. Den Schwerpunkt setzt Kolter im Vernetzen sowie Zusammenwirken verschiedenster Kunstbereiche. Lena Kolter studierte Violine, Instrumentalpädagogik mit Schwerpunkt Jazz-Violine in Klagenfurt/Celovec sowie Kammermusik in Wien/Dunaj. 2022 erhielt Lena Kolter den Förderpreis des Landes Kärnten für Musik, 2025 erschien Kolters Debüt „verschlaufte zeit ali s časom se celo čas obrne".

Was gehört wird: Ein Soundteppich aus gesammelten Geräuschen und Melodien.


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